Fernseher Vergleich: Die wichtigsten Fernseher Hersteller im Überblick

Wer heute einen neuen Fernseher kauft, hat die Auswahl zwischen vielen Herstellern, die alle versuchen, sich vom Markt abzuheben. Besonders im Bereich Smart-TV sind dabei die Unterschiede relativ groß, weil die verwendete Software meist direkt von den Herstellern oder deren Tochterfirmen stammt. Auch die Designs unterscheiden sich stark voneinander, da mit bestimmten Produktmerkmalen ein gewisser Wiedererkennungswert etabliert werden soll. Der Fernseher soll also nicht nur am Logo, sondern schon am Aussehen erkannt werden. Dies bringt auch Vorteile für Anwender, da verschiedene Geräte optisch zusammenpassen und ein harmonischer Gesamteindruck entsteht. Zum Schluss ist auch die Zusammenarbeit der Firmen ein Auswahlkriterium, sich für eine Marke oder einen bestimmten Hersteller zu entscheiden. Dies wird besonders dann wichtig, wenn es um Video-on-Demand geht oder wenn jemand verschiedene Geräte, beispielsweise den Fernseher und das Handy, miteinander synchronisieren oder Dateien zwischen den Geräten austauschen möchte.

Samsung – Highend-Technik im gehobenen Design
Das südkoreanische Unternehmen Samsung ist vor allem für Mobiltelefone bekannt, hat aber auch eine breite Produktpalette im Bereich TV, Audio und Video. Samsung war der Vorreiter in Sachen SmartTV, nicht zuletzt stammt die heute geläufige Bezeichnung für internetfähige Fernsehgeräte direkt von Samsung, andere Hersteller mussten erst nachziehen. Dementsprechend ausgereift ist auch die Software, Fehler sind selten und besonders die Highend-Modelle können schon fast als vollwertige Computer bezeichnet werden, mit deren Hilfe es möglich ist, neben dem Fernsehen im Internet zu Surfen, E-Mails abzurufen oder ganze Gespräche über Skype zu führen. Ein Blick auf die Produktpalette zeigt, dass der Hersteller keinen Wert auf lange Produktbezeichnungen legt, die Fernsehgeräte sind streng nach Größe und Ausstattung sortiert und werden in den „Serien“ spezifiziert. Je höher dabei die Nummer, desto teurer ist auch das Gerät. Auch das Design variiert nur zwischen den Serien, die einzelnen Modelle hingegen haben stets dasselbe Design. Im Fernseher Vergleich setzt der südkoreanische Hersteller auf klare Formen, schlanke Rahmen und Standfüße sowie eine möglichst flache Bauweise. Allerdings haben bereits die Einstiegsmodelle ein relativ hohes Preis-/Leistungsverhältnis, hier werden eher Enthusiasten und Kunden mit gehobenen Ansprüchen angesprochen.

LG – Life’s Good?
Mit dem einprägsamen „Life’s Good“ hat der südkoreanische Hersteller LG, der ursprünglich zur Kunststoffindustrie gehörte, sich in den letzten Jahren auch im Bereich Consumer Electronics etabliert und konnte dank großer Produktpalette einen breiten Kundenstamm überzeugen. Zudem fokussiert er sich nicht nur auf eine Technologie, sondern hat neben LCD-TVs auch Plasma- und OLED-Geräte im Angebot. Auch LG setzt auf die Methode „Ein Design für viele Modelle“, ältere Produkte haben noch einen deutlich dickeren Rahmen als die Konkurrenz und auch der Standfuß ist etwas robuster gestaltet, neuere Designs sind aber deutlich schlanker und von Konkurrenzprodukten kaum zu unterscheiden. Auch hier heißt die Internetanbindung der Fernseher und die entsprechende Software dafür SmartTV, was insofern verwirrend ist, da die Bedienung und die grafische Benutzeroberfläche sich stark von den Samsung-Geräten unterscheiden. Die große Produktpalette des Herstellers macht eine differenziertere Bezeichnung unumgänglich, deswegen haben die Fernseher mehr oder weniger kryptische Namen aus Buchstaben- und Zahlenkombinationen. Erst durch die Beschreibung erfährt man, für welche Zielgruppe die Geräte ausgelegt sind und welche Ausstattungsmerkmale sie besitzen. Im Fernseher Vergleich schlägt sich der südkoreanische Hersteller gut, das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und bei der großen Produktpalette ist für jeden Anspruch etwas dabei.

Philips – der junge Wilde
Besonders in Deutschland ist der Name Philips weitreichend bekannt. Immerhin stammt der Hersteller aus den Niederlanden und produziert schon seit Jahrzehnten Unterhaltungselektronik. Heute steht, vor allem bei den Fernsehern, Innovation und ausgefallenes Design im Vordergrund, besonders herausstechend sind die „schwebenden Fernseher“, deren Standfuß nahtlos in den Rahmen übergeht. Die Produktpalette des Herstellers reicht von günstigen Einsteigergeräten bis zu High-End Smart-TVs, ist aber nicht so groß wie die des Konkurrenten LG-Electronics. Die Smart-TV-Applikation des niederländischen Herstellers wird, im Gegensatz zur Konkurrenz, nicht selbst entwickelt, sondern in Kooperation mit weiteren Herstellern, unter anderem Sharp und Loewe, programmiert. Dies bringt den Vorteil, dass die Apps dieser Hersteller untereinander kompatibel sind. Ansonsten orientiert sich das grafische Benutzerinterface stark an Samsung-Smart-TV. Auch Philips hat seine Produkte nach Serien gestaffelt, größere Zahlen stehen für höheren Anspruch, größere Bildschirmdiagonale und mehr Funktionen. Ganz neu ist die DesignLine, in der Produkte veröffentlicht werden, die nicht in die anderen Gruppen passen, entweder weil sie ein besonders ausgefallenes Aussehen besitzen oder neue Technologien unterstützen. Im Fernseher Vergleich steht der niederländische Hersteller für Innovation, jedoch werden neue Technologien nicht immer wie gewünscht vom Kunden angenommen, deswegen soll die gesamte Unterhaltungselektronik an den japanischen Hersteller Funai Electronics abgetreten werden.

Sony – Qualität vor Quantität
Während sich die Konkurrenten aus Südkorea erst am Markt etablieren mussten, ist der japanische Konzern Sony bereits seit den 1950er Jahren in Deutschland aktiv und hat eine breite Anhängerschaft. Trotz seines großen Namens wird die Fernsehsparte jedoch eher klein gehalten, gerade einmal eine Handvoll Geräte wird in Deutschland vertrieben. Dies muss zwar nichts schlechtes bedeuten, trotzdem gibt es dadurch nur wenige Einsteigerprodukte, das Preisniveau der Sony-Fernseher ist relativ hoch. Sony ist der bisher einzige Hersteller, der seine internetfähigen Fernsehgeräte nicht Smart TV nennt, sondern Internet TV und die dafür verwendete Software selbst programmiert. Im Kern unterscheidet sich die von Sony verwendete Variante aber nur marginal von den Konkurrenzprodukten. Wer sich die kleine Produktpalette des Herstellers ansieht, entdeckt schnell, dass hier eher auf Qualität anstatt auf Quantität gesetzt wird, besonders die Unterstützung neuer Technologien ist dem japanischen Konzern wichtig, weswegen er einer der ersten ist, die einen Fernseher mit HD-4K-Auflösung im Angebot haben. Bisher gibt es für dieses neue Format jedoch noch keine Quellen, selbst Blu-Ray-Player beherrschen die Auflösung nicht und die Umstellung der normalen Fernsehprogramme auf die höhere Auflösung kann sich noch Jahre hinziehen. Im Fernsehervergleich verknüpft der japanische Hersteller klassisches Design mit technischer Innovation, hinterlässt verglichen mit anderen Produktsparten den Eindruck, man kümmere sich nicht allzu sehr um die Fernsehproduktion. Zudem sind vor allem die Einstiegspreise relativ hoch, wer ein günstiges Gerät sucht hat hier keine große Auswahl.